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Golden Rock Zertifikat das Goldzertifikat von J.P. Morgan

Selten zuvor war das Edelmetall Gold derart gefragt wie derzeit. Die Nachwehen der Banken- und Finanzkrise und die dadurch ausgelöst Flucht in physische Werte (Immobilien konnten allerdings bislang wenig davon profitieren) machen es möglich. Während der Preis je Unze Gold aufgrund der anhaltenden Nachfrage immer neue Höhen erklimmt, versuchen Einzelhandel, Banken, Emissionshäuser, Fondsgesellschaften und jetzt auch Zertifikate Anbieter von der Nachfrage zu profitieren.

J.P. Morgan Golden Rock Zertifikat

Eine Möglichkeit mittels eines Zertifikates von der Gold-Wertentwicklung zu profitieren bietet derzeit J.P: Morgan. Bei US-Bank befindet sich noch bis zum 27. November 2009 das Golden Rock Zertifikat (WKN JPM91W) in der Platzierung, welches bei Seitwärtsbewegung, wie auch Steigerung des Goldpreises einen positiven Wertzuwachs von bis zu 60 Prozent (maximal Rückzahlung 160 Prozent) binnen Jahresfrist bietet. Möglich wird dies durch einen monatlichen Cap welcher zwischen 4 und 6 Prozent liegen wird, die genaue Höhe wird zum Stichtag 30. November festgelegt. Das Goldzertifikat wird mit einem Discount von 10 Prozent ausgestattet sein, so dass ein Puffer für Verlustphasen eingebaut ist, der zu einer maximal möglichen Rendite von 76,95 Prozent während der 12-monatigen Laufzeit führt.

Bleibt die Frage: Kauft jemand der Gold als Fluchtwährung vor einem einstürzenden Finanzsystem sieht tatsächlich ein verbriefte Schuld, also ein Zertifikat, dass genau diese Sicherheit nicht biete kann, nicht bieten will? Wohl kaum. Für alle anderen, die in der anhaltend starken Gold Nachfrage weiteres Kurspotential für den Gold Kurs vermuten und gegen kleine Rückschläge abgesichert sein wollen schon eher.

On physisches Gold oder Zertifikat die bessere Anlage ist, werden wir frühestens im Rückblick feststellen können, bis dahin bleibt es sicherlich spannend – für alle Anleger.

Zertifikate Käufer achten auf 100 Prozent Kapitalschutz

Erst mit dem Zusammenbruch der Lehman Brothers Investmentbank wurde vielen Anleger  bewusst, welche Risiken die Chance, die eine Geldanlage in Zertifikate bietet, begleiten. Schlagartig wurde es um die vorher so beliebte Anlageklasse ruhig, so dass man derzeit dort eher verhalten auf das aktuelle Geschehen an den Börsen reagiert. Alleine Zertifikate mit Kapitalschutz und Unternehmensanleihen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Diese bislang eher subjektive Feststellung hat der Deutsche Derivate Verband (DDV) jetzt mit einer Umfrage unter 1856 Onlineusern bestätigen können.

Diese auf Zertifikate affinen Internetangeboten, wie z.B. OnVista, finanzen.net, finanztreff.de oder boerse-go.de geschaltete Umfrage ergab das rund 20 Prozent der Befragten das Risiko eines Zertifikates als zentrales Entscheidungskriterium sehen, was sich auch im Anlageverhalten widerspiegelt. So haben sich über 60 Prozent der Befragten für ein Zertifikat mit Kapitalschutz entschieden um gegen mögliche heftige Schwankungen der Basiswerte abgesichert zu sein.

Als wichtigste Argumente für Zertifikate und gegen Investmentfonds spricht aus Sicht der Befragten immer noch die große und vor allem themenspezifische Auswahl sowie die Kalkulierbarkeit der möglichen Rendite. Vorteile, die Investmentfonds nur sehr eingeschränkt (z.B. Immobilienfonds) gerecht werden können.

3x Inflations-Anleihe 2 Zinsen steigen mit der Inflation

Geldentwertung, auch Inflation genannt, ist das Schreckgespenst vieler Anleger. Vor allem jene, die ihr Vermögen in festverzinsliche Wertpapiere oder auch Festgeldkonten angelegt haben, müssen zuschauen wie die Inflation den Zinssatz der Anlage im wahrsten Sinne des Wortes auffrisst.

Die 3 x Inflations Anleihe 2 setzt genau hier auf die Kombination aus festverzinslichem Wertpapier und Koppelung an die Inflation. Anleger, die diese Anleihe erwerben erhalten im ersten Jahr einen Kupon (Zinsen) in der Höhe von 6% auf das eingesetzte Kapital. In den folgenden Jahren orientiert sich der Kupon, also die Zinsauszahlung an der Höhe der Inflationsrate und beträgt die 3-fache Höhe der Inflationsrate.

Damit bietet sich die 3 x Inflations Anleihe 2 (ISIN DE000CG1KL00) als Geldanlage für alle jene Anleger an, denen die aktuelle Festgeldkonten Verzinsung zu gering erscheint und die zusätzlich eine schnell steigende Inflation vermuten. Wer sich für diese Anleihe entscheidet sollte aber im Hinterkopf behalten, dass es sich hierbei eben auch „nur“ um eine Schuldverschreibung handelt, d.h. wenn die Bank ausfällt, die diese Anleihe begibt, dann wird sich der Anleger mit seinen Forderungen bei den Gläubigern ganz weit hinten einreihen müssen, da es sich hierbei um eine nachrangige Forderung handelt. Da sich hinter dem Anbieter CitiFirst die Citibank verbirgt, welche scheinbar zu den nach Ansicht der US-Regierung – systemrelevanten – Banken gehört, relativiert sich das Totalverlustrisiko deutlich.

Im Falle einer entgegen gesetzten Entwicklung, d.h. einer Null-Inflation oder Deflation entfallen die Zinszahlungen, in den Jahren 2 und 3 der insgesamt 3-jährigen Laufzeit naturgemäß. Dann haben Anleger nichts gewonnen, aber vor allem auch nichts verloren.

Silber Quanto Zertifikat Silber 12/09 DZB (ISIN DE000DZ19CL9)

Das von ABN AMRO emittierte Quanto Zertifikat auf Silber könnte für Anleger ein interessantes Investment darstellen, die auf weiter steigende Preise für Edelmetalle setzen. Prinzipiell ist die Marktsituation beim Silber ähnlich derjenigen auf dem Goldmarkt. Schon seit Jahren besteht ein Nachfrageüberschuss. Auch wenn Silber primär von der Industrie nachgefragt wird und daraus eine starke Abhängigkeit von der globalen Konjunktur entsteht, wird Silber wohl von der Situation auf dem Edelmetallmarkt profitieren. Langfristige Kurssteigerungen dürften die Folge sein. Das Quanto-Zertifikat von ABN AMRO könnte also das richtige Mittel sein, um an dieser Entwicklung zu partizipieren.

Es handelt sich beim ABN AMRO Quanto Zertifikat Silber im Übrigen um ein sogenanntes Trackerzertifikat. Kennzeichnend für diese Art von Zertifikaten ist, dass sie grundsätzlich die Kursentwicklung eines Basiswerts abbilden. Dividendenerträge fallen auf Trackerzertifikate nicht an – diese werden diskontiert und sind in den Kurswert „eingepreist.“ Die Devise lautet also: Kurssteigerung statt Dividende. Bei zu erwartenden Sonderdividenden kann diese Steigerung dann natürlich höchst einträglich sein.

Wie bei allen Wertpapieren aus dem Bereich der Zertifikate ist auch das Quanto Zertifikat Silber mit Verlustrisiken behaftet, wenn sich der Preis für Silber zukünftig nicht wie prognostiziert entwickelt. Einen Vorteil bietet das Quanto Zertikat dem Anleger jedoch: Es ist währungsgesichert, was bedeutet, dass die Umrechnung aus der Fremdwährung in Euro immer 1:1 erfolgt.

Silber Indexzertifikat Endlos DRB (ISIN DE0006846074)

Das von der Dresdner Kleinwort emittierte „Silber Indexzertifikat Endlos DRB“ (ISIN DE0006846074) ist ein Indexzertifikat (Tracker-Zertifikat), das dem Investor die Chance einräumt, an der Entwicklung Rohstoff Silber Preises zu partizipieren.

Das bereits am 11.11.2003 zum Emissionspreis 4,45 € aufgelegte Zertifikat beinhaltet ein Bezugsverhältnis von 1,0. Das Besondere ist, dass es als Open-End Zertifikat emittiert wurde, hat daher keine feste Laufzeit und keine Fälligkeit aufweist. Dadurch bietet es dem Anleger die Möglichkeit, jederzeit einzusteigen oder auszusteigen und unmittelbar an der zuletzt deutlich positiven Entwicklung des Silberpreises zu partizipieren. Bei dem Silber Indexzertifikat Endlos DRB handelt es sich zwar nicht um ein Quanto Zertifikat, bzw. nicht um eine um Währungseinflüsse bereinigte Anlage, da es jedoch auf Euro lautet, ist dieses für Anleger aus dem Euro-Raum nicht unbedingt Manko.

Die Frage, wie sinnvoll eine solche Anlage jetzt sein könnte, kann anhand der bisherigen Kursentwicklung des Zertifikats beantwortet werden. Zum einen zeigt ein Blick auf die Charts einen überzeugenden Kursanstieg seit der Emission um mehr als 100 % (von 4,45 € auf aktuell über 10 €). Nach einem Höchststand von knapp über 13 € Anfang 2008 und einem Tiefststand von 7 € Ende 2008 ist eine starke Bewegung nach oben zu beobachten. In Anbetracht der momentanen Zinsentwicklung und Wirtschaftslage kann ein Investment in Silber weiter chancenreich sein. Zudem belegen die Charts die momentane Gelegenheit auf einen günstigen Einstieg, der weltweiten Wirtschaftskrise sei Dank. Denn Silber gilt, ähnlich wie Gold als eines der inflationsgeschützten Edelmetalle, welches im Gegensatz zu Gold allerdings auch eine Bedeutung in der industriellen Nutzung erfährt.

Einen Nachteil kann dieses Zertifikat allerdings nicht ausgleichen – sollte es tatsächlich zum worst-case Szenario kommen und die Weltwirtschaft zusammenbrechen, bieten auch zertifikate auf Silber keinen passenden Schutz. Hier hilft nur noch eines: Silber in Form von Barren und Münzen sicher verwahrt und vor dem Zugriff des Staates geschützt aufbewahrt.

Gold Silber Platin Palladium Basket Zertifikat Endlos RCB (ISIN AT0000489406)

Das Edelmetall Zertifikat ISIN AT0000489406 der Raiffeisen Centrobank setzt auf die Wertentwicklung der vier wichtigsten Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Die Wertentwicklung der Metalle wirkt sich unmittelbar um die Entwicklung des Zertifikats aus, d.h. ein Anstieg des Edelmetall-Marktwertes hat automatisch einen Anstieg des Zertifikatwertes zur Folge.

Das Zertifikat wird in Euro ausgegeben. Da der Marktwert von Edelmetallen weltweit in US-Dollar notiert wird, spielt bei der Spekulation mit diesem Zertifikat auch der entsprechende Wechselkurs eine Rolle. Da Edelmetalle nicht nur zur Wertanlage dienen, sondern grundsätzlich auch industriell genutzt werden, hängt die Wertentwicklung stark vom wirtschaftlichen Umfeld ab. Nach dem Rohstoffboom in den vergangenen Jahren sind die Preise für Edelmetalle nun aufgrund der durch die Finanzkrise ausgelösten Rezession stark gesunken. Das spiegelt sich auch im Preis des vorliegenden Zertifikats wider.

Gold- und Silber sind klassische Krisen-Wertanlagen

Insofern könnte jetzt ein passender Zeitpunkt sein, dieses Zertifikat zu erwerben und auf einen Aufholprozess der Edelmetalle zu setzen. Anleger sollten jedoch bedenken, dass sich die Edelmetalle niemals eine parallele Wertentwicklung aufweisen. Während Gold und auch Silber in Krisensituationen oft an Wert gewinnen, da Anleger darin eine sichere Wertaufbewahrung sehen, fällt der Preis von Platin und Palladium in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, da deren industrielle Nutzung abnimmt.

Open End Zertifikat bügelt Wertschwankungen aus

Da es sich jedoch um ein Open End Zertifikat handelt, stellen generelle Wertschwankungen für Anleger kein Risiko dar. Andererseits bietet ein Zertifikat nicht die Sicherheit wie eine direkte Anlage in physische Edelmetalle. Bei Insolvenz des ausgebenden Finanzinstituts ist der Wert des Zertifikats gefährdet. Die Sicherheit, die das Investment in physische Edelmetalle bietet, kann durch ein solches Zertifikat also nicht geboten werden. Andererseits werden nicht viele Anleger 1 kg Gold erwerben wollen – mit rund 26.700 Euro / kg, ist es vergleichsweise teuer Edelmetalle als Wertanlage zu erwerben.

Geldanlage in physischen Metallen über das Exchange Traded Commodity

Die Wertanlage in Edelmetallen kann auch über Exchange Traded Commodities erfolgen. Hier wird aber nicht das Material an sich gehandelt, sondern eine Anlageform in Wertpapieren. Im Unterschied zu anderen Wertpapieren sind es aber Schuldverschreibungen, die durch den Emittenten, also in diesem Fall die physischen Rohstoffe Gold, Silber, Platin und Palladium, gesichert sind und eine unbefristete Laufzeit haben.

Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin, Palladium sind chemisch gesehen Elemente und damit beständig und unverwüstlich. Gerade auch wegen ihrer physisch werthaltigen Ausstrahlung werden sie für die Schmuckherstellung genutzt und seit Jahrtausenden auch als Grundstoff für Zahlungsmittel wie Münzen oder Barren verwendet. Aus dieser Zeit stammt auch die Tradition, Kapital in Gold oder Silber anzulegen, die sich bis heute über alle Finanzkrisen und Währungen hinweg gehalten hat.

Die Sicherheit von Inflationsverlusten bezahlt man aber dabei damit, dass keinerlei Verzinsung gegeben ist und nur mit den Preissteigerungen in Notzeiten spekuliert werden kann. In der Regel werden sie gerade in Zeiten eines Börsencrashes hoch gehandelt, denn die extremen Kursverluste im Wertpapierhandel tangieren die physischen Metalle nicht. Gehandelt wird mit den Edelmetallen an der Commodity-Exchange, das ist die Rohstoffbörse. Diese Anlageform empfiehlt sich also für eine lange Frist und als konservative Anlageform für all diejenigen, die Edelmetalle in Form von Münzen oder Barren nicht erwerben wollen oder nicht erwerben können, was angesichts des Preis pro Feinunze Gold (31,104 Gramm) von rund 730 USD (Stand 24.10.2008)

Gold Sammler Zertifikat II auf Gold

Mit dem Gold Sammler Zertifikat II auf Gold können Anleger an der Wertentwicklung der „Krisenwährung“ Gold partizipieren. Die Funktionsweise des Gold Sammler Zertifikat II auf Gold ist dabei verhältnismäßig einfach: Wenn der Goldpreis im Quartal nicht mehr als 50 USD steigt oder fällt, wird in diesem Quartal ein Kupon von 2,5 % an den Anleger ausgezahlt. Pro Jahr kann der Anleger also eine Rendite von 10 % erzielen. Sollte der Goldpreis aber mehr als 50 USD steigen oder fallen, erhält der Anleger für das jeweilige Quartal keine Ausschüttung. Somit kann die Rendite theoretisch auch 0 % pro Jahr betragen.

Währungsgeschütztes Gold-Zertifikat

Das Produkt ist währungsgeschützt und notiert in Euro, sodass die Risiken des Devisenmarktes ausgeschlossen sind. Das Gold Sammler Zertifikat II auf Gold läuft über einen Zeitraum von 3 Jahren und wird am 3.03.2011 fällig. Mit Morgan Stanley wird das Produkt von einem bekannten, namhaften Emittenten begeben. Anleger sollten trotzdem das Emittentenrisiko beachten.

Das Gold Sammler Zertifikat II auf Gold eignet sich für Anleger und Spekulanten, die davon ausgehen, dass die Schwankungen der Krisenwährung Gold gering bleiben. Angesichts der turbulenten Märkte, die der Finanzkrise geschuldet sind, ist es allerdings fraglich, ob die Maximalrendite von 10 % pro Jahr realistisch ist. Das Zertifikat kann über die Börsen Frankfurt und Stuttgart gehandelt werden und lautet nominal auf 1000 Euro, welche der Anleger am Ende der Laufzeit von der Garantin in jedem Fall zurückgezahlt bekommt (sofern es die Garantin noch gibt).

Gold Bonus Anleihe (ISIN DE000JPM9UE7)

Das Gold Bonus Anleihe auf Gold Zertifikat (ISIN DE000JPM9UE7) ist dem Typ nach eine Unternehmensanleihe. Es ist ein Finanzprodukt, welches die Preisentwicklung des Goldes abbildet und an seiner Preisentwicklung partizipiert. Emittiert wurde das „Gold Bonus Anleihe auf Gold Zertifikat“ von der amerikanischen Bank JP Morgan am 17.09.2008, zum Nominalpreis von 1000 Euro mit 2%. Ausgabeaufschlag. Es hat eine Laufzeit von 42 Monaten, letzter Börsenhandelstag ist der 13.03.2012, die Fälligkeit am 15.03.2012. Es ist ein Kapital Garantie Zertifikat, welches in der Währung Euro ausgestellt ist und mit der europäischen Ausübungsart ausgestattet ist.

Dem Auszahlungsmodell des Zertifikats nach wird zur Ermittlung der Bonuszahlung (von maximal möglich 100%) an 42 Beobachtungstagen monatlich die Wertentwicklung des Basiswertes (Gold) festgestellt. Beachtet werden hierbei nur die negativen Entwicklungen, die positiven haben dagegen keine Auswirkung auf die Bonushöhe. Am Ende der Laufzeit ergibt sich somit ein Bonusbetrag aus 200% (maximal erzielbare Rückzahlung) minus der akkumulierten negativen Entwicklung.

Kapitalgarantie zum Laufzeitende

Zum einen bietet das Zertifikat die Sicherheit, dass das eingesetzte Kapital am Laufzeitende zu 100,00% des Nennwertes zurückgezahlt wird. Denn, übersteigt die Summe der negativen Wertentwicklungen 100%, greift bei Fälligkeit die verbriefte Kapitalgarantie. Zudem ist die Anleihe währungsgesichert, wodurch der Wechselkursverlust ausgeschlossen ist. Zum zweiten kann der Anleger mehr als 100,00% des Nennwertes erhalten, falls sich ein positiver Bonusbetrag ergibt.

Die Anlage kann als sehr sinnvoll betrachtet werden, da sie Kapitalgarantie gepaart mit Gewinnchancen bietet. Wer sich für eine solches Gold Bonus Anleihe auf Gold Zertifikat entscheiden möchte, sollte aber berücksichtigen, dass Zertifikate als Inhaberschuldverschreibungen ihren Wert in dem Moment verlieren, in dem die herausgebende Bank (hier JP Morgan) in Zahlungsschwierigkeiten gerät.

Index-Zertifikat auf Gold – ISIN DE000SG9F3Q9

Das Index Zertifikat mit der ISIN DE000SG9F3Q9 ist ein so genanntes Realtimkurs oder Tracker Zertifikat. Es erlaubt dem Anleger, von der Kursentwicklung des Goldpreises zu profitieren. Dafür verbrieft das Zertifikat als Wertpapier eine Forderung auf eine bestimmte Menge Gold. Der Anleger besitzt also mittelbar eine Goldmenge, ohne diese allerdings physisch besitzen, d.h. selbst lagern zu müssen.

Der Vorteil des Zertifikats liegt also insbesondere an dem nichtphysischen Besitz, denn – anders als etwa bei Goldbarren oder -münzen – muss das Gold nicht in Banktresoren oder Schließfächern deponiert werden.

Gewinne erzielt der Anleger mit dem Zertifikat dann, wenn der Goldpreis durch steigende Nachfrage steigt. Dies ist angesichts der derzeitigen Marktlage recht wahrscheinlich. Der Hauptgrund für eine Anlage in Gold ist jedoch die relative Sicherheit der Anlage. Denn obwohl auch der Goldpreis schwankt und hin und wieder am Wert verliert bleibt der Kurs auf lange Zeit stabil, sodass Gold letztlich zwar eine wenig effektive Anlageform ist, jedoch im Vergleich zu anderen Anlageformen wenig Risiko aufweist. So empfehlen Experten stets 10 % des Portfolios in Gold zu investieren, um eventuelle Risiken auszugleichen. Gerade angesichts der Finanzkrise empfiehlt sich ein solches Vorgehen.

Allerdings sollte beachtet werden, dass im Falle eines kompletten Kollaps auch das Zertifikat abzuschreiben ist. Hier wäre der physische Besitz von Gold vorzuziehen, obwohl dieser durch die dafür benötigte Infrastruktur gewisse Nachteile hat.