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Geldanlage in physischen Metallen über das Exchange Traded Commodity

Die Wertanlage in Edelmetallen kann auch über Exchange Traded Commodities erfolgen. Hier wird aber nicht das Material an sich gehandelt, sondern eine Anlageform in Wertpapieren. Im Unterschied zu anderen Wertpapieren sind es aber Schuldverschreibungen, die durch den Emittenten, also in diesem Fall die physischen Rohstoffe Gold, Silber, Platin und Palladium, gesichert sind und eine unbefristete Laufzeit haben.

Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin, Palladium sind chemisch gesehen Elemente und damit beständig und unverwüstlich. Gerade auch wegen ihrer physisch werthaltigen Ausstrahlung werden sie für die Schmuckherstellung genutzt und seit Jahrtausenden auch als Grundstoff für Zahlungsmittel wie Münzen oder Barren verwendet. Aus dieser Zeit stammt auch die Tradition, Kapital in Gold oder Silber anzulegen, die sich bis heute über alle Finanzkrisen und Währungen hinweg gehalten hat.

Die Sicherheit von Inflationsverlusten bezahlt man aber dabei damit, dass keinerlei Verzinsung gegeben ist und nur mit den Preissteigerungen in Notzeiten spekuliert werden kann. In der Regel werden sie gerade in Zeiten eines Börsencrashes hoch gehandelt, denn die extremen Kursverluste im Wertpapierhandel tangieren die physischen Metalle nicht. Gehandelt wird mit den Edelmetallen an der Commodity-Exchange, das ist die Rohstoffbörse. Diese Anlageform empfiehlt sich also für eine lange Frist und als konservative Anlageform für all diejenigen, die Edelmetalle in Form von Münzen oder Barren nicht erwerben wollen oder nicht erwerben können, was angesichts des Preis pro Feinunze Gold (31,104 Gramm) von rund 730 USD (Stand 24.10.2008)

Exchange Traded Commodities

Rohstoffe sind mittlerweile ein begehrtes Investment geworden, da sie sich nahezu unabhängig vom Aktienmarkt entwickeln und zudem das Wachstum der aufstrebenden asiatischen und südamerikanischen Nationen widerspiegeln sind auch in turbulenten Börsenzeiten sehr gefragt.

Wie kann man in Rohstoffe anlegen?

Mal abgesehen von den konsumierbaren Rohstoffen, wie z.B. Kaffee, Mais oder Reis, die man bequem in kleineren Mengen zu Hause im Schrank aufbewahren kann (sofern man das möchte) besteht natürlich auch die Möglichkeit Edelmetalle z.B. per direktem Investment in Goldmünzen oder einer Anlage in Minenaktien zu erwerben. Darüber hinaus haben Anleger nun auch die Möglichkeit, in so genannte ETC´s, den Exchange Traded Commodities, zu investieren.

Diese stellen eine Weiterentwicklung der börsengehandelten Indexfonds dar und sind unbegrenzte und besicherte Schuldverschreibungen, die wie Aktien zu jederzeit über das Deutsche Börse Handelssystem Xetra gehandelt werden können. Der große Vorteil der ETC´s besteht darin, dass sie Anlegern nun die Möglichkeit bieten, sich direkt an einer breiten Palette von Rohstoffinvestitionen beteiligen zu können.

Breites Anlagespektrum Dank Exchange Traded Commodities

Hierdurch ergeben sich für Investoren sehr vielseitige Diversifikationsmöglichkeiten. ETC´s werden physisch mit dem jeweiligen Basiswert unterlegt, wodurch sie sich von standardisierten Open-End-Zertifikaten unterscheiden. Der Preis eines ETC´s orientiert sich zudem nicht an den Preisen der Futurs-Kontrakte, sondern vielmehr am Spotpreis des Basiswertes. Als Basiswert kommen neben Edelmetallen auch Rohstoffe wie Zucker, Rohöl oder Kaffee in Frage. Weiterhin sind ETC´s auch als Rohstoffkörbe zu haben, die eine breitere Streuung bieten.

Fazit: ETC´s sind besichert, weisen eine offene Struktur auf und sind für Anleger sehr transparent. Sie bieten demnach einen vereinfachten Zugang zum bis dahin schwer zugänglichen Rohstoffmarkt, wodurch auch Kleinanleger an deren Wertentwicklung partizipieren können. Wie jedes Brancheninvestment können jedoch hohe Schwankungen entstehen, die Anleger zu jeder Zeit bedenken sollten.