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Welche Zertifikate Arten gibt es?

Morgan Stanley Gold Sammler Zertifikat auf Gold (ISIN DE000MS2U3W)

Nach dem rasanten Anstieg des Goldpreises der vergangenen Jahre rückt Gold als Geldanlage immer mehr in den Fokus der Anleger. Mit Blick auf die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen auf der ganzen Welt ist ein baldiges Ende der Goldralley eher unwahrscheinlich. Weltweit sehen Investoren in dem Edelmetall eine zuverlässige Möglichkeit, die Kaufkraft ihres Kapitals in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit zu erhalten. Jenseits von professionellen Investoren hat der Goldpreis nun aber auch das Interesse kleinerer Anleger geweckt, die ebenfalls von den starken Bewegungen im Goldmarkt profitieren möchten.

Morgan Stanley Gold Sammler Zertifikat – Attraktive Anlage in den Goldmarkt

Eine Möglichkeit hierfür bietet sich für sie in Form eines eigens hierfür aufgelegten Goldzertifikat, dem Morgan Stanley Gold Sammler Zertifikat auf Gold. Die Investmentfirma Morgan Stanley hat damit ein eigenes Goldzertifikat entwickelt, mit dem Anleger sowohl von steigenden auch als von fallenden Preisen im Goldmarkt profitieren können. Die Zahlungen bei dem Goldzertifikat erfolgen in Kupons in einer Höhe von 2,5 % pro Quartal wenn die Veränderung des Goldpreises pro Unze sich in diesem Zeitraum nicht mehr als +/- 50 USD beläuft. Die Festlegung der Schwankungsbreite wird jedoch endgültig zum Ende der Zeichnungsfrist fixiert.

Basis: Schwankungen des Goldpreises

Als Basis für den Gewinn oder Verlust bei diesem Goldzertifikat gilt immer die jeweilige Schwankung des Goldpreises innerhalb eines Quartals. Das Goldzertifikat von Morgan Stanley ist dabei so konzipiert, dass der Kupon für ein bestimmtes Quartal verfällt, falls der Goldpreis den vorher festgelegten Rahmen über- bzw. unterschreitet.

Express-Zertifikat

Zertifikate gelten als Innovationen am Kapitalmarkt, da sie die Möglichkeit bieten, an annähernd jeder wirtschaftlichen Entwicklung, ob nun positiv oder negativ, in einem fest vereinbarten Rahmen zu profitieren. Bei dem Express-Zertifikat handelt es sich um eine besondere Form, da hier nicht nur die erzielbare Rendite von bestimmten Faktoren abhängig ist, sondern auch die konkrete Laufzeit.

Basiswert unter Beobachtung – das Express-Zertifikat

Wie allen Zertifikaten wird auch dem Express-Zertifikat ein Basiswert, das so genannte Underlying, zugeordnet, der bei dieser Anlageform meist aus einem Aktienindex besteht. Darüber hinaus werden eine maximale Laufzeit, eine Reihe bestimmter, meist jährlicher, Beobachtungstermine, eine jährliche Rendite und ein Barrierewert vereinbart. Am Tag der Ausgabe wird der Basiswert nun fixiert und zum ersten Beobachtungstermin wird festgestellt, ob der das Underlying mindestens auf dem Niveau des Ausgangswertes zu Beginn der Anlage liegt. Ist dies der Fall, so erhält der Anleger die vereinbarte Rendite und darüber hinaus das Recht, dass Zertifikat zum Anschaffungspreis zurück zu geben.

Liegt der Index unterhalb des Ausgangswertes, so erfolgt keine Ausschüttung und das Express-Zertifikat verbleibt bei dem Anleger. Bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit wiederholt sich das Procedere, jeweils zu den vereinbarten Beobachtungsterminen. Erst am Ende der Laufzeit kommt der fixierte Barrierewert zum Einsatz. Liegt der Index am letzten Tag der Laufzeit unterhalb des Ausgangswertes, so wird festgestellt, ob auch der Barrierewert unterschritten wurde. Ist dies nicht der Fall, so erhält der Anleger zumindest den ursprünglichen Anschaffungswert zurück. Liegt der Index unterhalb des Barrierewertes, so wird lediglich der reale Wert des Zertifikates ausgezahlt, basierend auf dem konkreten Kurs des Basiswertes.

Geeignet für kurzfristige Strategien in positivem Marktumfeld

Express-Zertifikate können immer dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn die begründete Erwartung besteht, dass sich der Basiswert positiv entwickeln oder mindestens stabil halten wird. Aufgrund der vergleichsweise kurzen Abstände der Beobachtungstermine eignet sich diese Anlageform vor allem für kurzfristige Strategien.

Was ist ein Mini-Future?

Mini-Futures sind Finanzierungsformen, bei denen man mit geringem Kapitaleinsatz durch die Hebelwirkung hohe Gewinne erzielen kann. Dabei investiert man z.B. in Zertifikate, die denen klassischer Open End Index Zertifikaten gleichen. Aber hierbei muss nicht der gesamte Index, sondern nur ein Teil bezahlt werden und dennoch kann man durch die Hebelwirkung an der Indexbewegung teilhaben. Man steuert also nur einen geringen Anteil der Investitionssumme bei, der Rest wird vom Emittenten bezahlt.

Große Investmentwirkung Dank Hebel

Dabei wird unter Hebel ein Faktor verstanden, um den sich ein Anlageinstrument stärker bewegt, als der Basiswert. Bei einer Basiswertbewegung um 1 % bewegt sich ein Mini-Future mit einem 5er Hebel um 5 %. Hebel gibt es in großen, mittleren und kleinen Formen auf Basiswerte aller Anlageklassen (Rohstoffe, Anleihen, Währungen, Aktien) Je niedriger der Kapitaleinsatz ist, desto höher ist die Hebelwirkung, die in beide Richtungen (Gewinn oder Verlust) gehen kann.

Im Kursverfallsfall braucht man aber unbegrenzte Verluste nicht fürchten, da eine Grenzabsicherung („Knock-Out-Barriere“/ „Stop-Loss“) existiert. Mini-Futures gibt es in den Formen long und short. Bei einem Mini-Long-Future finanziert man in den Anstieg eines Basiswertes einer Anlageklasse. Beim Mini-Short-Future setzt man auf den Kursverfall eines Basiswertes und partizipiert an diesem.

Anleger partizipieren überdurchschnittlich mit Mini-Futures

Der entscheidende Vorteil gegenüber normalen Futures ist, dass Mini-Futures keinem Volatilitätseinfluss unterliegen und den Kursanstieg oder Verfall des Basiswertes transparent und linear nachbilden. Durch den Hebel partizipiert der Anleger überproportional an der Basiswertentwicklung. Die Entwicklung des Basiswertes kann man dabei leicht ausrechnen.

Vorteile des Mini-Futures sind die überproportionale Partizipation, die Transparenz, die Einflussunabhängigkeit von der Volatilität, die unbegrenzte Laufzeit und die Möglichkeit täglich an der Börse Mini-Futures zu handeln.

Quanto Zertifikat

In den vergangenen Jahren konnten Anleger beispielsweise mit Investments in Erdöl oder Gold hohe Gewinne erwirtschaften. Da beide Rohstoffe jedoch in US-Dollar notieren, der Dollar jedoch gegenüber dem Euro stark abwertete, blieben oft nur geringe Erträge übrig.
Um das eigene Depot gegen Währungsverluste abzusichern, werden Quanto Zertifikate aufgelegt. Sie investieren vorwiegend in Rohstoffe oder bilden einen Aktienindex ab und beziehen sich vornehmlich auf US-Dollar oder japanische Yen. Sie sind so konstruiert, dass sie wechselkursbedingte Schwankungen eliminieren sollen. So wird der Anleger also vor Währungsverlusten geschützt, Währungsgewinne sind aber ebenso ausgeschlossen. Sofern Anleger also von sinkenden Währungskursen ausgehen, ist ein solches Zertifikat durchaus lohnend und kann die hohen Renditen sichern.

Absicherung gegen Währungsschwankungen haben ihren Preis

Zu bedenken ist jedoch, dass derartige Absicherungen über Quanto Zertifikate natürlich ihren Preis haben. Diese Kosten werden von den Emittenten der Zertifikate an den Anleger weitergegeben, meist erfolgt der Abzug laufend vom jeweiligen Zertifikatepreis. Im Vergleich zur nicht währungsgesicherten Variante eines Zertifikats können auch der Ankaufs- sowie der Verkaufskurs stärker variieren. Die genaue Abrechnung der Kosten wird jedoch nicht bei jedem Zertifikat detailliert dargestellt und ist für Anleger so schwer zu erkennen. Die Wahl für oder gegen ein Quanto-Zertifikat können Anleger somit in den meisten Fällen nur über die tatsächliche Performance treffen.

Quanto-Zertifikate Einsatz hängt auch von der eigenen Markteinschätzung ab

Fazit: Quanto-Zertifikate waren vor allem in den letzten Jahren durch die hohe Dollar-Abwertung stark gefragt. Quanto-Zertifikate auf Gold beispielsweise konnten deutlich höhere Erträge generieren als nicht währungsgesicherte Gold-Zertifikate. Die Entwicklung des Goldpreises jedoch konnte aufgrund der Kosten nicht erreicht werden. Anleger, die also von einem gleich bleibenden oder gar steigenden Dollar-Kurs ausgehen, sollten nicht in Quanto-Zertifikate investieren, wer allerdings von weiteren Währungsverlusten des Dollars ausgeht, ist mit ihnen gut bedient.

Knock-out-Zertifikat

Ebenso wie bei anderen Zertifikaten auch besitzt das Knock-out-Zertifikat einen Basiswert, meist eine Aktie. Der Wert des Zertifikates berechnet sich demnach auch nach dem Basiswert sowie dem so genannten Strike. Dies ist der Kurs, bei dem das Zertifikat sofort wertlos wird. Weist eine Aktie beispielsweise einen Wert von 100 auf, der Strike-Kurs, also der Knock-out-Kurs, wird bei 70 festgelegt, ergibt sich ein Wert von 30 für das Zertifikat. Mit jedem Euro, den der Basiswert steigt, steigt auch der Kurs des Zertifikates um einen Euro. Anleger haben somit also die Möglichkeit, direkt an den Kurssteigerungen der Aktie teilzunehmen, ohne den hohen Anschaffungspreis dafür zahlen zu müssen. Man spricht hierbei auch von einem Hebel, denn mögliche Gewinne sind, ebenso wie mögliche Verluste, überproportional zum Kaufpreis.

Knock-out Zertifikate – ein Angebot für erfahrene Anleger

Ebenso wie sich das Zertifikat bei steigenden Kursen verhält, verhält es sich auch bei fallenden Kursen. Sinkt also der Wert des Basiswertes, sinkt gleichzeitig auch der Kurs des Knock-out-Zertifikats. Fällt der Kurs allerdings unter den Strike-Wert, ist das eingesetzte Kapital verloren. Das Risiko bei einem solchen Zertifikat ist also enorm hoch, daher ist es vornehmlich erfahrenen Anlegern zu empfehlen, die eine sehr hohe Risikobereitschaft zeigen. Knock-out-Zertifikate gibt es sowohl mit als auch ohne festgelegte Laufzeit.

Knock-out-Zertifikat besser mit Stop-Loss

Um mögliche Kursverluste zu begrenzen, sollten Käufer eines Knock-out-Zertifikates möglichst immer gleichzeitig eine Stopp-loss-Order einstellen. Mit ihr wird der Verkauf des Zertifikates eingeleitet, sobald ein bestimmter Kurs des Basiswertes erreicht oder unterschritten wurde. Somit werden zwar auch Verluste erzielt, der Totalverlust kann so aber vermieden werden.

Was ist ein Multi-Bonus-Zertifikat?

In den letzten Jahren ist es bei vielen Anlegern immer beliebter geworden, nicht direkt in ein festverzinsliches Wertpapier oder einzelne Aktien zu investieren, sondern in Investmentfonds oder auch Zertifikate. Gerade im Bereich der Zertifikate ist das Angebot enorm gestiegen. Es gibt Zertifikate mit den verschiedenen Basiswerten wie z.B. Aktien oder Indizes, oder auch Zertifikate mit besonderen Bedingungen und Ausstattungsmerkmalen.

Zu den nicht so gängigen Produkten in diesem Bereich zählt unter anderem das Multi-Bonus Zertifikat. Wie der Name schon vermuten lässt, bietet sich dem Anleger hier nicht nur eine Möglichkeit, eine gute Rendite zu erzielen. Am besten erklären lässt sich die Funktionsweise des Multi-Bonus Zertifikates sicherlich an einem konkreten Beispiel. So könnte ein Multi-Bonus Zertifikat zum Beispiel folgenden Bedingungen aufwiesen. Als Basiswerte des Zertifikates werden zum Beispiel der DAX, der Dow-Jones, sowie der Nikkei-Index festgelegt.

Diese Indizes werden an einem bestimmten Stichtag mit deren Index-Stand bewertet. In den Bedingungen des Zertifikates könnte nun zum Beispiel stehen, dass der Kunde bei Fälligkeit des Zertifikates in drei Jahren einen Gesamtbonus von 30 Prozent erhält, falls keiner der Indizes in diesem Zeitraum um 50 Prozent oder mehr fällt. Würde der sich am schlechtesten entwickelnde Index allerdings um mehr als 30 Prozent steigen, so profitiert der Anleger davon um so mehr, da es keine Ertragsbegrenzung nach oben gibt. Würden die genannten Indizes also beispielsweise am Fälligkeitstag um jeweils 40, 50 und 55 Prozent gestiegen sein, würde der Anleger einen Bonus von 40 Prozent erhalten.

Risikoabsicherung bei fallenden Indizes

Für den Kunden bietet das Multi-Bonus-Zertifikat also zum einen eine Risikoabsicherung gegenüber fallende Indizes bis zu einem bestimmten Punktestand, und zum anderen noch die Möglichkeit, noch mehr Bonus durch stark steigende Indizes zu erhalten. Aus diesem Grunde ist das Multi-Bonus Zertifikat sicherlich eine sehr interessante Anlagealternative.

Alpha-Zertifikate

Alpha-Zertifikate – auch Long- bzw. Short-Zertifikat oder Versus-Zertifikat genannt, sind Zertifikate bei denen der Anleger ohne erhöhtes Marktrisiko Gewinne erwirtschaften kann. Das Prinzip entspricht einer langjährig erfolgreichen hedge-Fonds Strategie: Ein nach Ansicht des Zertifikate Managements Top-Investment (z.B. Aktien oder Indices) wird gekauft und gleichzeitig ein weniger viel versprechender Titel verkauft. Dieses „Hedging“, bewirkt einen Mehrertrag, der Alpha genannt wird und die Performance des Alpha-Zertifikates darstellt.

Richtige Einschätzung unterschiedlicher Wertentwicklungen

Der Anleger spekuliert z.B. auf die unterschiedliche Entwicklung zweier Basiswerte innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes. Als Laufzeit werden z.B. eine feste Anzahl von Monaten oder Jahren vereinbart. Dabei kann es sich z.B. um die unterschiedliche Entwicklungen von Aktien zweier Firmen einer Branche handeln oder um eine Aktie, deren favorisierter Index sich besser als ein zweiter entwickelt.

Ein Beispiel wäre der Kauf eines Alpha-Zertifikates, bei dem man glaubt, dass sich der DAX anders (positiver) entwickelt als der Dow Jones. Die Rendite des Zertifikats ergibt sich aus der Differenz der Wertentwicklungen. An einem Stichtag des Jahres wird dann die Wertentwicklung des favorisierten Basiswertes mit der des anderen verglichen und wenn der favorisierte Basiswert höher liegt, kann die Rendite ausgezahlt werden und das Zertifikat ist vorzeitig fällig. Es ist nicht wichtig, wie stark die Indices während der Laufzeit steigen oder fallen, wichtig ist der Stand zum Stichtag.

Wenn zum Stichtag der DAX um 10% gestiegen ist und der Dow Jones um 5% gefallen ist, so bekommt man mit dem Alpha-Zertifikat eine Summe von 75 Euro, wenn man 100 Euro eingesetzt hat (Performance-Differenz von 15 Euro). Sollte am Stichtag der Dow Jones höher liegen, dann wird das Zertifikat nicht vorzeitig fällig und der Anleger hat am Ende der Laufzeit einen Verlust in der Höhe dieser Outperformance, der aber durch Sicherungsschwellen minimiert werden kann.

Airbag-Zertifikat

Ein Airbag-Zertifikat ist ein Zertifikat, das bis zu einer festgelegten Untergrenze Schutz vor Kapitalverlusten bietet, da man bis zu dieser Grenze ein Absicherungslevel besitzt. Der Emittent investiert den größten Teil des gewonnenen Kapitals in ein bereits abgezinstes Darlehen und garantiert damit die Zinszahlung am Laufzeitende. Der andere Teil wird z.B. an der Börse in Indexoptionen angelegt. Die Gewinnchancen für den privaten Anleger sind beim Airbag-Zertifikat etwas geringer als bei einer Direktaktie.

Mit einem Airbag Zertifikates können Anleger bis zu 100% an der positiven Entwicklung eines Basiswertes partizipieren und tragen gleichzeitig bei einem Kursverfall nicht das Risiko den gesamten Verlust tragen zu müssen, da ein Airbag-Zertifikat über einen Puffer – eben jenen Airbag – verfügt.

Begrenzte Laufzeiten bei Airbag-Zertifikaten

Im Prinzip gibt es drei Ausgangsmöglichkeiten für Kapitalgewinne oder Verluste am Ende der Laufzeit. Hat der Anleger ein Airbag Zertifikat mit einem Absicherungslevel bis zu 90% und einer Summe von 5.000 Euro zu einer bestimmten Laufzeit erworben, dann kann er bei einem Aktienkursanstieg, der über den 5.000 Euro am Ende der Laufzeit liegt, die Kurssteigerung komplett ausschöpfen.

Liegt der Aktienkurs zwischen dem Einstiegslevel und über dem Absicherungslevel von 90%, z.B. bei 95% der 5.000 Euro, so bekommt der Anleger seine eingesetzten 5.000 Euro komplett zurück und hat nur keine volle Rendite. Wenn nun der Aktienkurs am Ende der Laufzeit gefallen ist und unter dem Absicherungslevel von 90% liegt, dann bekommt der Anleger immerhin die Summe des Absicherungslevels zurück und hat damit einen Verlust minimiert.

Risikopuffer Dividendenverzicht

Der Risikopuffer eines Airbag-Zertifikats bemisst sich aus einer begrenzten Dividenden-Partizipation bzw. werden auch sonstige Zuflüsse die Aktionäre des Basiswertes erhalten nicht an den Zertifikate Inhaber weiter gegeben. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass Anleger einen Aufschlag für das Airbag Zertifikat zahlen müssen.

Wichtig: Es ist bei der Anlage in ein solches Zertifikat durchaus möglich, dass trotz Kapitalschutz kein vorzeitiger Verkauf ohne Verlust möglich ist. Nachteilig bei Garantiezertifikaten ist mit Einführung der Abgeltungssteuer außerdem die 25%ige Ertragsbesteuerung zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Es handelt sich hierbei um Einkünfte aus Kapitalvermögen und diese müssen wie alle anderen in gesamtem Umfang versteuert werden.

Aktienanleihe

Die Aktienanleihe ist von ihrem Wesen her eine Anleihe, also ein festverzinsliches Wertpapier. Danach ist sie mit einem festen Zins sowie einer festen Laufzeit ausgestattet. Gleichzeitig ist die Aktienanleihe aber an eine bestimmte Aktie, den so genannten Basiswert, gekoppelt. Somit ist die Kursentwicklung der Aktienanleihe grundsätzlich an der Entwicklung der Aktie orientiert.

Zur Fälligkeit erhält Anleger Aktie oder Bargeld

Ist die Laufzeit der Aktienanleihe beendet, wird der Emittent des Papiers entscheiden, ob der Anleger seinen eingesetzten Nominalbetrag plus der versprochenen Zinsen oder eine vorher festgelegte Anzahl des Basiswertes erhält. Letzteres, also die Lieferung von Aktien, wird in der Regel dann erfolgen, wenn der Wert der Aktien niedriger als der Nominalwert der Anleihe ist. Der Anleger hätte in diesem Fall also Verluste erwirtschaftet. Sofern der Aktienwert aber über dem Nominalwert liegt, erhält der Anleger seinen Anlagebetrag plus Zinsen, die in der Regel deutlich höher als bei standardisierten Sparbriefen liegen, ausgezahlt. Auch ein Verkauf während der Laufzeit ist jederzeit möglich, dann jedoch zum aktuellen Kurs.

Die Aktienanleihe ist auch ein Investment für eher konservative Anleger

Aktienanleihen eignen sich daher für eher konservative Anleger, die von leicht steigenden bis seitwärts tendierenden Aktienmärkten ausgehen. Durch eine Aktienanleihe sichern sie sich so einen festen Zins, der über den Kapitalmarktzinsen liegt. Gleichzeitig wird das Risiko begrenzt. Sofern dennoch die Aktien geliefert werden, kann der Anleger diese in seinem Depot weiterhin verwalten und auf in Zukunft steigende Kurse hoffen.

Die individuelle Höhe des Anleihezinses wird sich am Basiswert orientieren. Je höher dessen Volatilität (Schwankungsbereite), desto höher wird auch der Zins liegen. Daher sind Aktienanleihen mit einem Kupon von mehr als 10% p.a. keine Seltenheit.

Reverse Bonus-Zertifikate

Reverse Bonus-Zertifikate sind auf dem deutschen Anlagemarkt relativ neu. Ebenso wie bei „normalen“ Bonus-Zertifikaten liegt ein Basiswert zugrunde, der entweder eine Aktie oder ein Aktienindex sein kann. Im Gegensatz zu diesen Papieren wird der Kurs des Zertifikates aber steigen, wenn der des Basiswertes sinkt.

Je tiefer der Kurs des Basiswerts desto höher der Bonus

Dies ist darin begründet, dass die Barriere des Basiswertes oberhalb des derzeitigen Kursniveaus liegt. Wird dieser Wert während der Laufzeit des Zertifikates niemals berührt oder gar überschritten, erhält der Anleger einen vorher fest vereinbarten Bonus von beispielsweise 30%. Je weiter der Basiswert sinkt, desto höher kann der Bonus ausfallen. Dieser liegt, je nach Möglichkeit des Erreichens der Kursschwelle, in der Regel deutlich über dem aktuellen Zinsniveau.

Wird die Kursschwelle des Basiswertes jedoch erreicht, entfällt das Recht des Anlegers auf die Bonuszahlung. Ebenso, wie der Basiswert dann steigt, erzielt er entsprechende Kursverluste.

Reverse Bonus-Zertfikate – Geldanlage für fallende Börsenkurse

Reverse Bonus-Zertifikate eignen sich daher für alle Anleger, die von einem seitwärts tendierenden bis fallenden Markt ausgehen und die daher kein direktes Investment in Aktien oder Aktienfonds vornehmen wollen. Viele dieser Reverse Bonus-Zertifikate wurden z.B. Mitte des Jahres 2007 auf den Markt gebracht, zu diesem Zeitpunkt gingen bereits viele Analysten von sinkenden Aktienkursen aus, die sich in den folgenden Monaten auch tatsächlich einstellten.

Bei der Auswahl eines Reverse Bonus-Zertifikates sollten Anleger darauf achten, dass die Kursschwelle, die in keinem Fall erreicht werden darf, entsprechend weit vom aktuellen Niveau entfernt liegt. Natürlich wird dies Einbußen im Bereich der Rendite mit sich bringen (geringere Bonuszahlung), die Sicherheit erhöht es jedoch.