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3 Jul |
Was ist ein Multi-Bonus-Zertifikat? Zertifikate Arten
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In den letzten Jahren ist es bei vielen Anlegern immer beliebter geworden, nicht direkt in ein festverzinsliches Wertpapier oder einzelne Aktien zu investieren, sondern in Investmentfonds oder auch Zertifikate. Gerade im Bereich der Zertifikate ist das Angebot enorm gestiegen. Es gibt Zertifikate mit den verschiedenen Basiswerten wie z.B. Aktien oder Indizes, oder auch Zertifikate mit besonderen Bedingungen und Ausstattungsmerkmalen.
Zu den nicht so gängigen Produkten in diesem Bereich zählt unter anderem das Multi-Bonus Zertifikat. Wie der Name schon vermuten lässt, bietet sich dem Anleger hier nicht nur eine Möglichkeit, eine gute Rendite zu erzielen. Am besten erklären lässt sich die Funktionsweise des Multi-Bonus Zertifikates sicherlich an einem konkreten Beispiel. So könnte ein Multi-Bonus Zertifikat zum Beispiel folgenden Bedingungen aufwiesen. Als Basiswerte des Zertifikates werden zum Beispiel der DAX, der Dow-Jones, sowie der Nikkei-Index festgelegt.
Diese Indizes werden an einem bestimmten Stichtag mit deren Index-Stand bewertet. In den Bedingungen des Zertifikates könnte nun zum Beispiel stehen, dass der Kunde bei Fälligkeit des Zertifikates in drei Jahren einen Gesamtbonus von 30 Prozent erhält, falls keiner der Indizes in diesem Zeitraum um 50 Prozent oder mehr fällt. Würde der sich am schlechtesten entwickelnde Index allerdings um mehr als 30 Prozent steigen, so profitiert der Anleger davon um so mehr, da es keine Ertragsbegrenzung nach oben gibt. Würden die genannten Indizes also beispielsweise am Fälligkeitstag um jeweils 40, 50 und 55 Prozent gestiegen sein, würde der Anleger einen Bonus von 40 Prozent erhalten.
Risikoabsicherung bei fallenden Indizes
Für den Kunden bietet das Multi-Bonus-Zertifikat also zum einen eine Risikoabsicherung gegenüber fallende Indizes bis zu einem bestimmten Punktestand, und zum anderen noch die Möglichkeit, noch mehr Bonus durch stark steigende Indizes zu erhalten. Aus diesem Grunde ist das Multi-Bonus Zertifikat sicherlich eine sehr interessante Anlagealternative.
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22 Jun |
Alpha-Zertifikate Zertifikate Arten
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Alpha-Zertifikate – auch Long- bzw. Short-Zertifikat oder Versus-Zertifikat genannt, sind
Zertifikate bei denen der Anleger ohne erhöhtes Marktrisiko Gewinne erwirtschaften kann.
Das Prinzip entspricht einer langjährig erfolgreichen hedge-Fonds Strategie: Ein nach Ansicht des Zertifikate Managements Top-Investment (z.B. Aktien oder Indices) wird gekauft und gleichzeitig ein weniger viel versprechender Titel verkauft. Dieses „Hedging“, bewirkt einen Mehrertrag, der Alpha genannt wird und die Performance des Alpha-Zertifikates darstellt.
Richtige Einschätzung unterschiedlicher Wertentwicklungen
Der Anleger spekuliert z.B. auf die unterschiedliche Entwicklung zweier Basiswerte innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes. Als Laufzeit werden z.B. eine feste Anzahl von Monaten oder Jahren vereinbart. Dabei kann es sich z.B. um die unterschiedliche Entwicklungen von Aktien zweier Firmen einer Branche handeln oder um eine Aktie, deren favorisierter Index sich besser als ein zweiter entwickelt.
Ein Beispiel wäre der Kauf eines Alpha-Zertifikates, bei dem man glaubt, dass sich der DAX anders (positiver) entwickelt als der Dow Jones. Die Rendite des Zertifikats ergibt sich aus der Differenz der Wertentwicklungen. An einem Stichtag des Jahres wird dann die Wertentwicklung des favorisierten Basiswertes mit der des anderen verglichen und wenn der favorisierte Basiswert höher liegt, kann die Rendite ausgezahlt werden und das Zertifikat ist vorzeitig fällig. Es ist nicht wichtig, wie stark die Indices während der Laufzeit steigen oder fallen, wichtig ist der Stand zum Stichtag.
Wenn zum Stichtag der DAX um 10% gestiegen ist und der Dow Jones um 5% gefallen ist, so bekommt man mit dem Alpha-Zertifikat eine Summe von 75 Euro, wenn man 100 Euro eingesetzt hat (Performance-Differenz von 15 Euro). Sollte am Stichtag der Dow Jones höher liegen, dann wird das Zertifikat nicht vorzeitig fällig und der Anleger hat am Ende der Laufzeit einen Verlust in der Höhe dieser Outperformance, der aber durch Sicherungsschwellen minimiert werden kann.
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30 Mai |
Airbag-Zertifikat Zertifikate Arten
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Ein Airbag-Zertifikat ist ein Zertifikat, das bis zu einer festgelegten Untergrenze Schutz vor Kapitalverlusten bietet, da man bis zu dieser Grenze ein Absicherungslevel besitzt. Der Emittent investiert den größten Teil des gewonnenen Kapitals in ein bereits abgezinstes Darlehen und garantiert damit die Zinszahlung am Laufzeitende. Der andere Teil wird z.B. an der Börse in Indexoptionen angelegt. Die Gewinnchancen für den privaten Anleger sind beim Airbag-Zertifikat etwas geringer als bei einer Direktaktie.
Mit einem Airbag Zertifikates können Anleger bis zu 100% an der positiven Entwicklung eines Basiswertes partizipieren und tragen gleichzeitig bei einem Kursverfall nicht das Risiko den gesamten Verlust tragen zu müssen, da ein Airbag-Zertifikat über einen Puffer – eben jenen Airbag – verfügt.
Begrenzte Laufzeiten bei Airbag-Zertifikaten
Im Prinzip gibt es drei Ausgangsmöglichkeiten für Kapitalgewinne oder Verluste am Ende der Laufzeit. Hat der Anleger ein Airbag Zertifikat mit einem Absicherungslevel bis zu 90% und einer Summe von 5.000 Euro zu einer bestimmten Laufzeit erworben, dann kann er bei einem Aktienkursanstieg, der über den 5.000 Euro am Ende der Laufzeit liegt, die Kurssteigerung komplett ausschöpfen.
Liegt der Aktienkurs zwischen dem Einstiegslevel und über dem Absicherungslevel von 90%, z.B. bei 95% der 5.000 Euro, so bekommt der Anleger seine eingesetzten 5.000 Euro komplett zurück und hat nur keine volle Rendite. Wenn nun der Aktienkurs am Ende der Laufzeit gefallen ist und unter dem Absicherungslevel von 90% liegt, dann bekommt der Anleger immerhin die Summe des Absicherungslevels zurück und hat damit einen Verlust minimiert.
Risikopuffer Dividendenverzicht
Der Risikopuffer eines Airbag-Zertifikats bemisst sich aus einer begrenzten Dividenden-Partizipation bzw. werden auch sonstige Zuflüsse die Aktionäre des Basiswertes erhalten nicht an den Zertifikate Inhaber weiter gegeben. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass Anleger einen Aufschlag für das Airbag Zertifikat zahlen müssen.
Wichtig: Es ist bei der Anlage in ein solches Zertifikat durchaus möglich, dass trotz Kapitalschutz kein vorzeitiger Verkauf ohne Verlust möglich ist. Nachteilig bei Garantiezertifikaten ist mit Einführung der Abgeltungssteuer außerdem die 25%ige Ertragsbesteuerung zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Es handelt sich hierbei um Einkünfte aus Kapitalvermögen und diese müssen wie alle anderen in gesamtem Umfang versteuert werden.
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17 Mai |
Aktienanleihe Zertifikate Arten
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Die Aktienanleihe ist von ihrem Wesen her eine Anleihe, also ein festverzinsliches Wertpapier. Danach ist sie mit einem festen Zins sowie einer festen Laufzeit ausgestattet. Gleichzeitig ist die Aktienanleihe aber an eine bestimmte Aktie, den so genannten Basiswert, gekoppelt. Somit ist die Kursentwicklung der Aktienanleihe grundsätzlich an der Entwicklung der Aktie orientiert.
Zur Fälligkeit erhält Anleger Aktie oder Bargeld
Ist die Laufzeit der Aktienanleihe beendet, wird der Emittent des Papiers entscheiden, ob der Anleger seinen eingesetzten Nominalbetrag plus der versprochenen Zinsen oder eine vorher festgelegte Anzahl des Basiswertes erhält. Letzteres, also die Lieferung von Aktien, wird in der Regel dann erfolgen, wenn der Wert der Aktien niedriger als der Nominalwert der Anleihe ist. Der Anleger hätte in diesem Fall also Verluste erwirtschaftet. Sofern der Aktienwert aber über dem Nominalwert liegt, erhält der Anleger seinen Anlagebetrag plus Zinsen, die in der Regel deutlich höher als bei standardisierten Sparbriefen liegen, ausgezahlt. Auch ein Verkauf während der Laufzeit ist jederzeit möglich, dann jedoch zum aktuellen Kurs.
Die Aktienanleihe ist auch ein Investment für eher konservative Anleger
Aktienanleihen eignen sich daher für eher konservative Anleger, die von leicht steigenden bis seitwärts tendierenden Aktienmärkten ausgehen. Durch eine Aktienanleihe sichern sie sich so einen festen Zins, der über den Kapitalmarktzinsen liegt. Gleichzeitig wird das Risiko begrenzt. Sofern dennoch die Aktien geliefert werden, kann der Anleger diese in seinem Depot weiterhin verwalten und auf in Zukunft steigende Kurse hoffen.
Die individuelle Höhe des Anleihezinses wird sich am Basiswert orientieren. Je höher dessen Volatilität (Schwankungsbereite), desto höher wird auch der Zins liegen. Daher sind Aktienanleihen mit einem Kupon von mehr als 10% p.a. keine Seltenheit.
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11 Mai |
Reverse Bonus-Zertifikate Zertifikate Arten
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Reverse Bonus-Zertifikate sind auf dem deutschen Anlagemarkt relativ neu. Ebenso wie bei “normalen” Bonus-Zertifikaten liegt ein Basiswert zugrunde, der entweder eine Aktie oder ein Aktienindex sein kann. Im Gegensatz zu diesen Papieren wird der Kurs des Zertifikates aber steigen, wenn der des Basiswertes sinkt.
Je tiefer der Kurs des Basiswerts desto höher der Bonus
Dies ist darin begründet, dass die Barriere des Basiswertes oberhalb des derzeitigen Kursniveaus liegt. Wird dieser Wert während der Laufzeit des Zertifikates niemals berührt oder gar überschritten, erhält der Anleger einen vorher fest vereinbarten Bonus von beispielsweise 30%. Je weiter der Basiswert sinkt, desto höher kann der Bonus ausfallen. Dieser liegt, je nach Möglichkeit des Erreichens der Kursschwelle, in der Regel deutlich über dem aktuellen Zinsniveau.
Wird die Kursschwelle des Basiswertes jedoch erreicht, entfällt das Recht des Anlegers auf die Bonuszahlung. Ebenso, wie der Basiswert dann steigt, erzielt er entsprechende Kursverluste.
Reverse Bonus-Zertfikate – Geldanlage für fallende Börsenkurse
Reverse Bonus-Zertifikate eignen sich daher für alle Anleger, die von einem seitwärts tendierenden bis fallenden Markt ausgehen und die daher kein direktes Investment in Aktien oder Aktienfonds vornehmen wollen. Viele dieser Reverse Bonus-Zertifikate wurden z.B. Mitte des Jahres 2007 auf den Markt gebracht, zu diesem Zeitpunkt gingen bereits viele Analysten von sinkenden Aktienkursen aus, die sich in den folgenden Monaten auch tatsächlich einstellten.
Bei der Auswahl eines Reverse Bonus-Zertifikates sollten Anleger darauf achten, dass die Kursschwelle, die in keinem Fall erreicht werden darf, entsprechend weit vom aktuellen Niveau entfernt liegt. Natürlich wird dies Einbußen im Bereich der Rendite mit sich bringen (geringere Bonuszahlung), die Sicherheit erhöht es jedoch.
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5 Mai |
Basket-Zertifikat Zertifikate Arten
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Unter einem Basket (=Korb) versteht man die Zusammensetzung eines Portfolios aus verschiedenen Aktien. Diese können sowohl aus unterschiedlichen Ländern als auch aus unterschiedlichen Branchen stammen. Hierbei spricht man dann entweder von einem Regionen-Basket oder einem Branchen-Basket. Auch Basket-Zertifikate, die einen Index, zum Beispiel den DAX oder den Dow Jones Euro Stoxx abbilden, sind möglich. Die Zusammensetzung des Baskets legt der Emittent des Basket-Zertifikats bereits bei Auflage verbindlich fest.
Aktien im Zertifikate Korb
Der Anleger, der das Basket-Zertifikat dann erwirbt, sichert sich somit einen Anteil an diesem Aktienkorb sowie an dessen Wertentwicklung. Ebenso wie sich die Aktien im Korb entwickeln, wird auch das Zertifikat entweder im Kurs steigen oder aber fallen.
Der Aktienkorb eines Basket-Zertifikates ist in der Regel festgelegt, auch die Gewichtung der einzelnen Werte wird dem Anleger bereits bei Emission mitgeteilt. Kann sich an der Zusammensetzung des Aktienkorbes nichts mehr ändern, spricht man von einem passiv gemanagten Zertifikat. Dem gegenüber stehen Basket-Zertifikate, deren Zusammensetzung sich je nach Entwicklung der Aktienwerte auch ändern kann. Diese Zertifikate werden häufig auch Strategiezertifikate genannt.
Besonderheit Basket-Zertifikat Verlauf immer Nachkauf nimmer
Basket-Zertifikate eignen sich daher für Anleger, die das direkte Investment in Aktien aufgrund des hiermit verbundenen hohen Risikos scheuen. Durch den Aktienkorb, der in der Regel aus zahlreichen verschiedenen Werten besteht, kann ein Risikoausgleich erfolgen.
Zu beachten ist, dass Basket-Zertifikate immer mit einer festen Laufzeit ausgestattet sind. Daher ist ein Verkauf des Zertifikats während der Laufzeit immer möglich, der Zukauf ist jedoch in der Regel ausgeschlossen.
Grundsätzlich sind Basket-Zertifikate Aktienfonds sehr ähnlich, sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Kosten, die bei Zertifikaten in der Regel deutlich geringer sind.
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2 Mai |
Sprint-Zertifikat Zertifikate Arten
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Das Sprint-Zertifikat ermöglicht es dem Anleger von lediglich moderaten Kursentwicklungen überproportional zu profitieren. Fixiert wird bei Auflage des Papiers eine so genannte Sprintstrecke, die aus zwei Werten besteht. Zum einen ist dies der Startwert, zum anderen der Cap, oder auch Höchstwert. Weiterhin wird die Laufzeit der Anlage fest vereinbart. Wie jedem Zertifikat, liegt dem Sprint-Zertifikat darüber hinaus ein Basiswert zu Grunde, der auf einem öffentlich feststellbaren Index basiert.
Begrenzte Gewinnaussichten
Der Startwert wird meist in unmittelbarer Nähe des Basiswertes zum Zeitpunkt der Auflage festgelegt. Der Cap dagegen kann durch den Emittenten frei fixiert werden. Am Ende der Laufzeit wird nun überprüft, ob sich der Basiswert zwischen dem Startwert und dem Cap befindet. Ist dies der Fall, so erhält der Anleger neben den Anschaffungskosten einen verdoppelten Gewinnanteil. Er partizipiert also überproportional an einer Entwicklung, die sich für ihn bei direkter Anlage nur einfach ausgewirkt hätte. Sinkt der Basiswert hingegen unter den Startwert, so erhält der Anleger in jedem Fall immer den Basiswert. Steigt der Kurs über den Cap, so erhält der Anleger den verdoppelten Gewinn bis zur vereinbarten Höchstgrenze, während der darüber hinaus gehende Gewinn dem Emittenten zufällt. Aus der hierdurch erwirtschafteten Reserve, kann dieser das dargestellte Modell finanzieren.
Sprint-Zertifikate als passende Anlage für seitwärts tendierende Märkte
Geeignet ist diese Anlageform immer dann, wenn der Anleger mit einiger Sicherheit davon ausgehen kann, dass sich ein bestimmter Index während der Laufzeit gemäßigt positiv entwickelt und er hiervon übermäßig profitieren möchte. Das maximale Risiko liegt bei dem Sprint-Zertifikat darin, dass der Anleger, bei einem unerwarteten Absinken des Kurses, lediglich den zu Grunde liegenden Basiswert erhält, was auch bei einer direkten Anlage in diesen der Fall wäre.
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29 Apr |
Outperformance-Zertifikat Zertifikate Arten
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Zertifikate können einer direkten Anlage in Rohstoffe, Indizes oder Aktien teilweise stark überlegen sein, da ihnen Konstruktionen zu Grunde liegen, die ausschließlich von der Kreativität des jeweiligen Emittenten abhängen. Partizipiert werden kann hierbei an jeglicher Art von Marktentwicklung, unabhängig davon, ob sich diese positiv, negativ oder neutral vollzieht. Hinzu kommt, dass in Bezug auf die erreichbaren Gewinne bestimmte Multiplikatoren zum Einsatz gebracht werden können, die dazu führen, dass der Anleger an einer positiven Entwicklung überproportional profitiert.
Anleger verzichtet auf Dividenden-Ertrag und partizipiert überdurchschnittlich am Wertzuwachs
Dies gilt zum Beispiel für das Outperformance-Zertifikat, das immer dann eine interessante Anlageform darstellt, wenn weitgehende Sicherheit über die absehbare, positive Entwicklung eines Kurses besteht. In diesem Fall kann in weit höherem Maße profitiert werden, als es bei einer direkten Anlage in den jeweiligen Wert der Fall wäre. Hierzu verzichtet der Anleger im Gegenzug auf die Auszahlung von Dividenden während der Laufzeit und konzentriert sich somit vollständig auf die Ablaufleistung der Kapitalanlage. Der Emittent stattet das Outperformance-Zertifikat mit einem Startkurs und einer Partizipationsrate aus, die deutlich über dem Faktor 1 festgelegt wird. Liegt der Vergleichswert am Ende der Laufzeit nun über dem Startwert, so erhält der Anleger den Kursgewinn, multipliziert mit der Partizipationsrate. Sinkt der Basiswert hingegen unter den Startwert, so erhält der Anleger dennoch immer den vollen Wert des Underlying, wobei der Emittent das Recht hat, diesen in Form einer entsprechenden Aktie auszuzahlen.
Outperformance-Zertifikat bietet höchste Gewinnchance zum Fälligkeitstermin
Besonders interessant bei dieser Anlageform ist der Umstand, dass es keine Obergrenze für den möglichen Gewinn des Anlegers gibt. Während überproportionale Gewinne im Regelfall dadurch finanziert werden, dass eine Höchstgrenze festgelegt wird, oberhalb derer ausschließlich der Emittent profitiert, werden die benötigen Mittel für das Outperformance-Zertifikat lediglich aus dem Dividendenverzicht finanziert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass das Papier seine hohen Gewinnchancen nur dann erreichen kann, wenn es bis zum Ende der Laufzeit gehalten wird. Eine vorzeitige Rückgabe führt in jedem Fall zu negativen Ergebnissen.
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24 Apr |
Strategie-Zertifikat Zertifikate Arten
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Zertifikate verfügen nicht über einen eigenständigen Wert, sondern sind stattdessen mit einem Index, dem so genannten Basiswert, auch als Underlying bezeichnet, verknüpft. Die Relation beider Werte verläuft dabei nicht linear, sondern kann durch den Emittenten nahezu beliebig festgelegt werden, so dass es für den Anleger möglich ist, von stagnierenden oder sogar sinkenden Kursen disproportional zu profitieren.
Individuelles Aktienportfolio und aktives Management
Unter der speziellen Form des Strategie-Zertifikates wird ein Papier verstanden, dem wirkungsvolle Analyseinstrumente des Kapitalmarktes zur Verfügung stehen. Der Basis- oder Vergleichswert der Anlage basiert hierbei nicht auf einem öffentlichen Index, sondern wird stattdessen auf ein individuelles Aktienportfolio abgestellt, das durch den Emittenten zu Beginn der Anlage zusammengestellt und fixiert wird. Analytische Systeme, die neben wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem auf der Langzeitbeobachtung von Kursen beruhen, werden in der Folge eingesetzt, um das Portfolio stetig anzupassen, umzuschichten und zu ergänzen. Hierdurch wird versucht, eine möglichst optimale Gewinnentwicklung zu erzielen, von der Anleger und Emittent gleichermaßen profitieren.
Die Strategie des Zertifikats wird offen gelegt
Die zum Einsatz kommende Strategie wird hierbei nicht geheim gehalten, sondern offen und transparent kommuniziert, so dass der Anleger sich ein vollumfängliches Bild über die strategischen Grundlagen der Anlage verschaffen kann. In Bezug auf den konkreten strategischen Ansatz wird vorrangig zwischen drei Methoden der Analyse unterschieden. Hierbei handelt es sich um den Value-, den Growth- und den Momentum-Ansatz. Während der Value-Ansatz sich auf Dividenden bestimmter Titel bezieht und der Growth-Ansatz stattdessen das Wachstum von Ergebnissen berücksichtigt, analysiert der Momentum-Ansatz vorrangig Werte der Vergangenheit, um so Erkenntnisse über den wahrscheinlichen, künftigen Verlauf zu gewinnen.
Ein Strategie-Zertifikat verfügt meist nicht über eine fest definierte Laufzeit, ist aber in seiner Ausrichtung eher mittel- bis langfristig orientiert.
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22 Apr |
Handel und Preisbildung bei Zertifikaten Zertifikate Arten
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Wo kann man Zertifikate kaufen und wie erfährt man deren Preis? Die Frage erscheint auf den ersten Blick fast banal ist aber mehr als berechtigt und wirft auf den zweiten Blick weitere Fragen auf, die eventuell schwerer zu beantworten sind.
Wo Zertifikate kaufen und was kostet es?
Wo kann man Zertifikate kaufen? Bei jeder Bank, an über eine Wertpapierbörse oder bei den entsprechenden Zertifikate Emittenten. Die Frage nach Kosten ist recht individuell und kann meist erst nach einem Blick auf die Preisstaffel des jeweiligen Anbieters beantwortet werden. Wichtig für den Kauf bei Neuemission ist vielleicht ein Hinweis: In der Regel wird bei Kauf eines neu aufgelegten Zertifikats (Zeichungsphase) ein Aufgeld fällig, welches den Kurs bereits in den ersten Tagen leicht ins Minus rutschen lässt. Wer daher keinen Anbieter findet, der das Aufgeld (Agio) erlässt, kann in den meisten Fällen die ersten Notierungen des Zertifikats abwarten und dann einsteigen.
Wie kommt der Preis eines Zertifikats zustande?
Analog zur Preisfeststellung von Investmentfonds, wird auch bei Zertifikaten der aktuelle Gegenwert der enthaltenen Finanzinstrumente als Kurswert zzgl. einem geringen Aufgeld für die Preisfeststellung herangezogen. Im Unterschied zu Investmentfonds besteht das „Innenleben“ eines Zertifikats allerdings aus finanzmathematischen Anlageformen, die sich von Privatanlegern in den seltensten Fällen nachvollziehen lassen. Die Bank bzw. der Emittent stellt den Kurs und muss daher mit großer Sorgfalt dafür Sorge tragen, dass Kunden einen realistischen Kaufkurs erhalten.
Geringe Handelsumsätze sind übrigens kein Problem – anders als bei Aktien muss es keinen Verkäufer geben, der seine Wertpapiere veräußern möchte, Zertifikate verbriefen eine Schuld und können somit eigentlich zu jedem Zeitpunkt vom Emittenten ausgegeben werden, sofern dieser einen aktuellen Kauf- oder Rücknahmepreis stellt. Gerade bei Hedge-Fonds Zertifikaten kommen häufiger Abweichungen von der „jederzeit handelbar“ Regel zur Anwendung, da die Hedge-Fonds oder Hedge-Fonds Indices auf die Zertifikate abgebildet werden auch nicht täglich aktuelle Kurse stellen.