4
Aug

Mit Protect-Multi-Inhaberschuldverschreibung 18 % Rendite erzielen

categories Anleihen    

 

Das Finanzprodukt „Protect-Multi-Inhaberschuldverschreibung“ (ISIN DE000VFP5CJ5, WKN VFP5CJ) ist ein so genanntes Zertifikat. Eine Inhaberschuldverschreibung also, die von der Schweizer Privatbank „Vontobel Financial Products“ GmbH, nach eigener Angabe eine international ausgerichtete Bank, emittiert wird – oder besser wurde.

Die Zeichnungsfrist war vom 09.07.2008 bis 11.07.2008, der Emissionstag war 16.07.2008. Der Stückelung (kleinste handelbare Einheit) war 1000 €, zu 100%, ohne Ausgabeaufschlag. Die Laufzeit ist ein Jahr, die Fälligkeit am 16.12.2009, wobei der letzte Börsenhandelstag der 14.12.2009 ist. Die Funktionsweise des Zertifikats sieht wie folgt aus: es ist mit einem festen Kupon (Zinsschein) von 18% pro Jahr ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen am 16.12.2008 und bei Fälligkeit am 16.12.2009.

Der Basiswert ist vom Typ Index, es ist ein Indexbasket (ISIN PSEUDO020035), wozu die Indizien „S&P GSCI Soybean Index“ (Sojabohnen), „S&P GSCI Wheat Index“ (Zucker) und „S&P GSCI WTI Index“ (Öl) gehören. Die Anlageidee ist, dass dem Anlageprodukt mehrere Basiswerte (daher „Multi“) zugrunde gelegt werden. Die Abbildung der Kursentwicklung der Basiswerte ist wie folgt: für die Rückzahlung wird die schlechtesten Kursentwicklung nach der Emission berücksichtigt. Dabei werden die steigenden Kurse nicht beachtet, im Gegenteil dazu werden die fallenden Kurse den Anlegern voll angerechnet. Zudem liegt die Barriere bei 50%. Dieses bedeutet, dass bei Fälligkeit die Rückzahlung zu 100% erfolgt, falls keiner aller Basiswerte während der gesamten Beobachtungsperiode die Schwelle von 50% erreicht beziehungsweise diese unterschreitet hat.

Vorteil des Zertifikats ist die sichere hohe Verzinsung, Nachteil das Verlustrisiko bei fallenden Kursen.

17
Mai

Aktienanleihe

categories Zertifikate Arten    



Die Aktienanleihe ist von ihrem Wesen her eine Anleihe, also ein festverzinsliches Wertpapier. Danach ist sie mit einem festen Zins sowie einer festen Laufzeit ausgestattet. Gleichzeitig ist die Aktienanleihe aber an eine bestimmte Aktie, den so genannten Basiswert, gekoppelt. Somit ist die Kursentwicklung der Aktienanleihe grundsätzlich an der Entwicklung der Aktie orientiert.

Zur Fälligkeit erhält Anleger Aktie oder Bargeld

Ist die Laufzeit der Aktienanleihe beendet, wird der Emittent des Papiers entscheiden, ob der Anleger seinen eingesetzten Nominalbetrag plus der versprochenen Zinsen oder eine vorher festgelegte Anzahl des Basiswertes erhält. Letzteres, also die Lieferung von Aktien, wird in der Regel dann erfolgen, wenn der Wert der Aktien niedriger als der Nominalwert der Anleihe ist. Der Anleger hätte in diesem Fall also Verluste erwirtschaftet. Sofern der Aktienwert aber über dem Nominalwert liegt, erhält der Anleger seinen Anlagebetrag plus Zinsen, die in der Regel deutlich höher als bei standardisierten Sparbriefen liegen, ausgezahlt. Auch ein Verkauf während der Laufzeit ist jederzeit möglich, dann jedoch zum aktuellen Kurs.

Die Aktienanleihe ist auch ein Investment für eher konservative Anleger

Aktienanleihen eignen sich daher für eher konservative Anleger, die von leicht steigenden bis seitwärts tendierenden Aktienmärkten ausgehen. Durch eine Aktienanleihe sichern sie sich so einen festen Zins, der über den Kapitalmarktzinsen liegt. Gleichzeitig wird das Risiko begrenzt. Sofern dennoch die Aktien geliefert werden, kann der Anleger diese in seinem Depot weiterhin verwalten und auf in Zukunft steigende Kurse hoffen.

Die individuelle Höhe des Anleihezinses wird sich am Basiswert orientieren. Je höher dessen Volatilität (Schwankungsbereite), desto höher wird auch der Zins liegen. Daher sind Aktienanleihen mit einem Kupon von mehr als 10% p.a. keine Seltenheit.

8
Mai

10%-Aktienanleihe Daimler/Commerzbank eine sinnvolle Geldanlage?

categories Anleihen    



Die Doppelaktienanleihe mit der ISIN DE000JPM12Q0 wird von der Emittentin JPMorgan am 21.5.2008 ausgegeben (Ende der Zeichnungsfrist: 16.5.2008) und hat eine Laufzeit bis zum 29.5.2009.

Ob die Zeichnung bzw. der Kauf dieser Anleihe sinnvoll ist, hängt dabei von der persönlichen Markterwartung ab und bedarf deshalb der näheren Betrachtung der Funktionsweise von Aktienanleihen. Aktienanleihen sind strukturierte Produkte, die neben einem fixen Zinskupon (der immer zur Auszahlung kommt) grundsätzlich von der Kursentwicklung der zu Grunde liegenden Basiswerte abhängig sind.

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Am letzten Tag der Zeichnungsfrist werden die “Barriere”-kurse der beiden Aktien Commerzbank AG und Daimler AG festgelegt (etwa 55%–60% des Anfangsstandes). Während der dann folgenden Beobachtungsphase innerhalb der Laufzeit der Anleihe dürfen diese Kurse nicht unterschritten werden, um zum Ende der Laufzeit die Rückzahlung zu 100% nebst dem attraktiven Zinskupon zu erhalten.

Wird mindestens einer der Barrierekurse unterschritten (hierfür reicht auch die Unterschreitung an einem einzigen Tag) so erfolgt die Rückzahlung der Anleihe in Abhängigkeit von der Kursentwicklung des am niedrigsten entwickelten Basiswertes (maximal jedoch zu 100%). Notiert dann eine der beiden Aktien am abschließenden Bewertungstag (22.5.2009) unter Ihrem Ausgangsniveau, so erhält der Anleger lediglich 100% minus des Kursabschlages dieser Aktie.

Was nun? Die Aktienanleihe kaufen oder nicht?

Nur falls die Kurse der beiden Basiswerte stark fallen und sich bis zum Ende der Laufzeit nicht wieder erholen sollten, ist also mit Verlusten zu rechnen. Die Kuponzahlung ist jedoch in jedem Fall sicher.

Fazit: Wer leicht steigende, stagnierende oder leicht fallende Kurse während der Laufzeit erwartet, ist mit diesem Investment besser bedient als mit dem direkten Kauf der Aktien. Bei stark steigenden Aktienkursen fährt man einen geringeren Ertrag ein.