23
Mai

Schmetterlingszertifikat

categories Schmetterlingszertifikat    



Der Wunsch vieler Anleger ist es, sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen hohe Erträge zu erwirtschaften. Was mit konservativen Anlageformen nicht möglich ist, bietet jetzt das so genannte Schmetterlingszertifikat. So haben Anleger die Möglichkeit, in beiden Marktphasen Gewinne zu erzielen.

Bei einem Schmetterlingszertifikat erhalten Anleger in Abhängigkeit der Zertifikatskonditionen bei positiver Entwicklung des Underlyings, also des Basiswertes, bis zu 200% der Gewinne ausgezahlt. Sofern das Zertifikat mit einem Preis von 100 Euro ausgegeben wurde, bedeutet eine positive Entwicklung von 20% in diesem Fall also eine Gutschrift zum Ende Laufzeit in Höhe von 40 Euro. In vielen Fällen ist der Gewinne jedoch gedeckelt, so dass meist bei Erreichen eines Wertes von 200 Euro Schluss ist.

Verluste des Basiswertes werden zum Gewinn für Geldanleger

Weiterhin enthält das Schmetterlingszertifikat eine Barriere, die bis zu 50% unter dem aktuellen Preis des Basiswertes liegen kann. Erreicht der Wert niemals diese Barriere, wird dem Anleger der Wertverlust als Gewinn gutgeschrieben. Bei einem Verlust des Basiswertes von 30% erzielt der Anleger also eine Rendite von 30%. Wird die Barriere jedoch unterschritten, sind Verluste möglich. Als Basiswert für das Schmetterlingszertifikat können Aktienindizes, spezielle Aktienwerte oder auch Rohstoffe dienen. Somit haben Anleger eine breite Auswahl an Titeln und können hierbei das Risiko im Gegensatz zu einer Aktienanlage deutlich reduzieren.

Schmetterlingszertifikat – das Investment für gute und schlechte Börsenzeiten

Fazit: Schmetterlingszertifikate eignen sich für nahezu jede Börsenlage, denn man kann mit ihnen auch Gewinne erzielen, wenn der Kurs des Basiswertes fällt. Anleger sollten bei einer Zeichnung allerdings eine klare Vorstellung von der künftigen Kursentwicklung des Underlyings mitbringen, denn die Gewinne sind hier nach oben begrenzt. Alternativ eignen sich einfache Mini-Futures, egal ob short oder long.

17
Mai

Aktienanleihe

categories Zertifikate Arten    



Die Aktienanleihe ist von ihrem Wesen her eine Anleihe, also ein festverzinsliches Wertpapier. Danach ist sie mit einem festen Zins sowie einer festen Laufzeit ausgestattet. Gleichzeitig ist die Aktienanleihe aber an eine bestimmte Aktie, den so genannten Basiswert, gekoppelt. Somit ist die Kursentwicklung der Aktienanleihe grundsätzlich an der Entwicklung der Aktie orientiert.

Zur Fälligkeit erhält Anleger Aktie oder Bargeld

Ist die Laufzeit der Aktienanleihe beendet, wird der Emittent des Papiers entscheiden, ob der Anleger seinen eingesetzten Nominalbetrag plus der versprochenen Zinsen oder eine vorher festgelegte Anzahl des Basiswertes erhält. Letzteres, also die Lieferung von Aktien, wird in der Regel dann erfolgen, wenn der Wert der Aktien niedriger als der Nominalwert der Anleihe ist. Der Anleger hätte in diesem Fall also Verluste erwirtschaftet. Sofern der Aktienwert aber über dem Nominalwert liegt, erhält der Anleger seinen Anlagebetrag plus Zinsen, die in der Regel deutlich höher als bei standardisierten Sparbriefen liegen, ausgezahlt. Auch ein Verkauf während der Laufzeit ist jederzeit möglich, dann jedoch zum aktuellen Kurs.

Die Aktienanleihe ist auch ein Investment für eher konservative Anleger

Aktienanleihen eignen sich daher für eher konservative Anleger, die von leicht steigenden bis seitwärts tendierenden Aktienmärkten ausgehen. Durch eine Aktienanleihe sichern sie sich so einen festen Zins, der über den Kapitalmarktzinsen liegt. Gleichzeitig wird das Risiko begrenzt. Sofern dennoch die Aktien geliefert werden, kann der Anleger diese in seinem Depot weiterhin verwalten und auf in Zukunft steigende Kurse hoffen.

Die individuelle Höhe des Anleihezinses wird sich am Basiswert orientieren. Je höher dessen Volatilität (Schwankungsbereite), desto höher wird auch der Zins liegen. Daher sind Aktienanleihen mit einem Kupon von mehr als 10% p.a. keine Seltenheit.

2
Mai

Sprint-Zertifikat

categories Zertifikate Arten    



Das Sprint-Zertifikat ermöglicht es dem Anleger von lediglich moderaten Kursentwicklungen überproportional zu profitieren. Fixiert wird bei Auflage des Papiers eine so genannte Sprintstrecke, die aus zwei Werten besteht. Zum einen ist dies der Startwert, zum anderen der Cap, oder auch Höchstwert. Weiterhin wird die Laufzeit der Anlage fest vereinbart. Wie jedem Zertifikat, liegt dem Sprint-Zertifikat darüber hinaus ein Basiswert zu Grunde, der auf einem öffentlich feststellbaren Index basiert.

Begrenzte Gewinnaussichten

Der Startwert wird meist in unmittelbarer Nähe des Basiswertes zum Zeitpunkt der Auflage festgelegt. Der Cap dagegen kann durch den Emittenten frei fixiert werden. Am Ende der Laufzeit wird nun überprüft, ob sich der Basiswert zwischen dem Startwert und dem Cap befindet. Ist dies der Fall, so erhält der Anleger neben den Anschaffungskosten einen verdoppelten Gewinnanteil. Er partizipiert also überproportional an einer Entwicklung, die sich für ihn bei direkter Anlage nur einfach ausgewirkt hätte. Sinkt der Basiswert hingegen unter den Startwert, so erhält der Anleger in jedem Fall immer den Basiswert. Steigt der Kurs über den Cap, so erhält der Anleger den verdoppelten Gewinn bis zur vereinbarten Höchstgrenze, während der darüber hinaus gehende Gewinn dem Emittenten zufällt. Aus der hierdurch erwirtschafteten Reserve, kann dieser das dargestellte Modell finanzieren.

Sprint-Zertifikate als passende Anlage für seitwärts tendierende Märkte

Geeignet ist diese Anlageform immer dann, wenn der Anleger mit einiger Sicherheit davon ausgehen kann, dass sich ein bestimmter Index während der Laufzeit gemäßigt positiv entwickelt und er hiervon übermäßig profitieren möchte. Das maximale Risiko liegt bei dem Sprint-Zertifikat darin, dass der Anleger, bei einem unerwarteten Absinken des Kurses, lediglich den zu Grunde liegenden Basiswert erhält, was auch bei einer direkten Anlage in diesen der Fall wäre.