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Mai

Reverse Bonus-Zertifikate

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Reverse Bonus-Zertifikate sind auf dem deutschen Anlagemarkt relativ neu. Ebenso wie bei “normalen” Bonus-Zertifikaten liegt ein Basiswert zugrunde, der entweder eine Aktie oder ein Aktienindex sein kann. Im Gegensatz zu diesen Papieren wird der Kurs des Zertifikates aber steigen, wenn der des Basiswertes sinkt.

Je tiefer der Kurs des Basiswerts desto höher der Bonus

Dies ist darin begründet, dass die Barriere des Basiswertes oberhalb des derzeitigen Kursniveaus liegt. Wird dieser Wert während der Laufzeit des Zertifikates niemals berührt oder gar überschritten, erhält der Anleger einen vorher fest vereinbarten Bonus von beispielsweise 30%. Je weiter der Basiswert sinkt, desto höher kann der Bonus ausfallen. Dieser liegt, je nach Möglichkeit des Erreichens der Kursschwelle, in der Regel deutlich über dem aktuellen Zinsniveau.

Wird die Kursschwelle des Basiswertes jedoch erreicht, entfällt das Recht des Anlegers auf die Bonuszahlung. Ebenso, wie der Basiswert dann steigt, erzielt er entsprechende Kursverluste.

Reverse Bonus-Zertfikate – Geldanlage für fallende Börsenkurse

Reverse Bonus-Zertifikate eignen sich daher für alle Anleger, die von einem seitwärts tendierenden bis fallenden Markt ausgehen und die daher kein direktes Investment in Aktien oder Aktienfonds vornehmen wollen. Viele dieser Reverse Bonus-Zertifikate wurden z.B. Mitte des Jahres 2007 auf den Markt gebracht, zu diesem Zeitpunkt gingen bereits viele Analysten von sinkenden Aktienkursen aus, die sich in den folgenden Monaten auch tatsächlich einstellten.

Bei der Auswahl eines Reverse Bonus-Zertifikates sollten Anleger darauf achten, dass die Kursschwelle, die in keinem Fall erreicht werden darf, entsprechend weit vom aktuellen Niveau entfernt liegt. Natürlich wird dies Einbußen im Bereich der Rendite mit sich bringen (geringere Bonuszahlung), die Sicherheit erhöht es jedoch.