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30 Aug |
Express-Zertifikat Zertifikate Arten
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Zertifikate gelten als Innovationen am Kapitalmarkt, da sie die Möglichkeit bieten, an annähernd jeder wirtschaftlichen Entwicklung, ob nun positiv oder negativ, in einem fest vereinbarten Rahmen zu profitieren. Bei dem Express-Zertifikat handelt es sich um eine besondere Form, da hier nicht nur die erzielbare Rendite von bestimmten Faktoren abhängig ist, sondern auch die konkrete Laufzeit.
Basiswert unter Beobachtung – das Express-Zertifikat
Wie allen Zertifikaten wird auch dem Express-Zertifikat ein Basiswert, das so genannte Underlying, zugeordnet, der bei dieser Anlageform meist aus einem Aktienindex besteht. Darüber hinaus werden eine maximale Laufzeit, eine Reihe bestimmter, meist jährlicher, Beobachtungstermine, eine jährliche Rendite und ein Barrierewert vereinbart. Am Tag der Ausgabe wird der Basiswert nun fixiert und zum ersten Beobachtungstermin wird festgestellt, ob der das Underlying mindestens auf dem Niveau des Ausgangswertes zu Beginn der Anlage liegt. Ist dies der Fall, so erhält der Anleger die vereinbarte Rendite und darüber hinaus das Recht, dass Zertifikat zum Anschaffungspreis zurück zu geben.
Liegt der Index unterhalb des Ausgangswertes, so erfolgt keine Ausschüttung und das Express-Zertifikat verbleibt bei dem Anleger. Bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit wiederholt sich das Procedere, jeweils zu den vereinbarten Beobachtungsterminen. Erst am Ende der Laufzeit kommt der fixierte Barrierewert zum Einsatz. Liegt der Index am letzten Tag der Laufzeit unterhalb des Ausgangswertes, so wird festgestellt, ob auch der Barrierewert unterschritten wurde. Ist dies nicht der Fall, so erhält der Anleger zumindest den ursprünglichen Anschaffungswert zurück. Liegt der Index unterhalb des Barrierewertes, so wird lediglich der reale Wert des Zertifikates ausgezahlt, basierend auf dem konkreten Kurs des Basiswertes.
Geeignet für kurzfristige Strategien in positivem Marktumfeld
Express-Zertifikate können immer dann sinnvoll eingesetzt werden, wenn die begründete Erwartung besteht, dass sich der Basiswert positiv entwickeln oder mindestens stabil halten wird. Aufgrund der vergleichsweise kurzen Abstände der Beobachtungstermine eignet sich diese Anlageform vor allem für kurzfristige Strategien.
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24 Apr |
Strategie-Zertifikat Zertifikate Arten
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Zertifikate verfügen nicht über einen eigenständigen Wert, sondern sind stattdessen mit einem Index, dem so genannten Basiswert, auch als Underlying bezeichnet, verknüpft. Die Relation beider Werte verläuft dabei nicht linear, sondern kann durch den Emittenten nahezu beliebig festgelegt werden, so dass es für den Anleger möglich ist, von stagnierenden oder sogar sinkenden Kursen disproportional zu profitieren.
Individuelles Aktienportfolio und aktives Management
Unter der speziellen Form des Strategie-Zertifikates wird ein Papier verstanden, dem wirkungsvolle Analyseinstrumente des Kapitalmarktes zur Verfügung stehen. Der Basis- oder Vergleichswert der Anlage basiert hierbei nicht auf einem öffentlichen Index, sondern wird stattdessen auf ein individuelles Aktienportfolio abgestellt, das durch den Emittenten zu Beginn der Anlage zusammengestellt und fixiert wird. Analytische Systeme, die neben wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem auf der Langzeitbeobachtung von Kursen beruhen, werden in der Folge eingesetzt, um das Portfolio stetig anzupassen, umzuschichten und zu ergänzen. Hierdurch wird versucht, eine möglichst optimale Gewinnentwicklung zu erzielen, von der Anleger und Emittent gleichermaßen profitieren.
Die Strategie des Zertifikats wird offen gelegt
Die zum Einsatz kommende Strategie wird hierbei nicht geheim gehalten, sondern offen und transparent kommuniziert, so dass der Anleger sich ein vollumfängliches Bild über die strategischen Grundlagen der Anlage verschaffen kann. In Bezug auf den konkreten strategischen Ansatz wird vorrangig zwischen drei Methoden der Analyse unterschieden. Hierbei handelt es sich um den Value-, den Growth- und den Momentum-Ansatz. Während der Value-Ansatz sich auf Dividenden bestimmter Titel bezieht und der Growth-Ansatz stattdessen das Wachstum von Ergebnissen berücksichtigt, analysiert der Momentum-Ansatz vorrangig Werte der Vergangenheit, um so Erkenntnisse über den wahrscheinlichen, künftigen Verlauf zu gewinnen.
Ein Strategie-Zertifikat verfügt meist nicht über eine fest definierte Laufzeit, ist aber in seiner Ausrichtung eher mittel- bis langfristig orientiert.